Herstellung des Death's Door Gin:
Death's Door Gin geht auf eine Initiative auf Washington Island im Lake Michigan (Wisconsin, USA) zurück. Die Landwirte Tom und Ken Koyen bauten dort mehr Weizen an, als die kleine Inselgemeinschaft für Restaurant und Kochschule benötigte. Unternehmer Brian Ellison griff diesen Überschuss auf und gründete 2007 gemeinsam mit den Koyen-Brüdern und einer Brauerei zunächst ein Bierprojekt, aus dem wenig später Death's Door Spirits hervorging. Anders als die meisten Gin-Hersteller kauft die Brennerei ihren Neutralalkohol nicht zu, sondern brennt ihn selbst – aus biologischem Weizen von Washington Island und biologischer Braugerste aus Chilton, Wisconsin. Seit 2012 wird in einer eigenen, größeren Destillerie in Madison, Wisconsin, produziert. Charakteristisch ist die radikal reduzierte Rezeptur: Statt einer Vielzahl an Botanicals setzt Death's Door bewusst nur auf drei – Wacholder, Koriander und Fenchel.
Verkostung des Death's Door Gin:
In der Nase zeigt sich Death's Door würzig und wacholderbetont, mit Anklängen von Koriander und einer leicht mentholartigen Frische. Am Gaumen entfaltet sich trotz der minimalistischen Rezeptur ein erstaunlich vollmundiges Profil: pikanter Koriander und kräftiger Wacholder treffen auf sanfte, süßliche Gewürznoten, während der Fenchel dem Gin eine deutliche anisartige, leicht lakritzige Note verleiht. Die auf dem eigenen Weizen- und Gerstendestillat basierende Textur wirkt cremig und rund. Im Abgang bleibt der Gin kräuterig, würzig und angenehm trocken. Gerade die prägnante Fenchel-/Anisnote wird von Fans geschätzt, polarisiert aber auch – wer intensive Anisaromen nicht mag, wird sie deutlich herausschmecken.
Steckbrief Death's Door Gin:
Alkoholgehalt: 47 % vol.
Verwendete Botanicals: Wacholder, Koriander, Fenchel
Hersteller: Death's Door Spirits, Madison, Wisconsin, USA (Rohstoffe von Washington Island)
Verwendung des Death's Door Gin
- Gin & Tonic: Die markante Fenchel- und Anisnote harmoniert gut mit einem Tonic, das nicht zu süß und leicht kräuterig-herb ist. Gut geeignet sind Fever-Tree Mediterranean Tonic Water mit seinen floralen, leicht kräuterigen Noten oder das klassisch-herbe Thomas Henry Tonic Water, das dem vollmundigen Gin genug Struktur entgegensetzt.
- Cocktail: Dank seiner Fülle und Textur eignet sich Death's Door auch hervorragend für klassische, gin-betonte Cocktails wie den Martini oder Negroni, in denen sich sein würziges Wacholder-Fenchel-Profil voll entfalten kann, ohne von zu vielen weiteren Aromen überdeckt zu werden.
Aromenprofil
Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.
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