Herstellung des Ki No Bi Kyoto Dry Gin:
Ki No Bi Kyoto Dry Gin wurde von der Kyoto Distillery entwickelt und gilt als erster in Kyoto hergestellter Gin überhaupt. Grundlage ist ein Reisbrand, der mit reinem Quellwasser aus dem für seine Wasserqualität berühmten Stadtteil Fushimi angesetzt wird – historisch eine Region, die auch für ihre Sake-Brauereien bekannt ist. Charakteristisch für die Herstellung ist die Aufteilung der insgesamt elf Botanicals in sechs Kategorien ("6 Elements"): Basis (Wacholder, Orriswurzel, Akamatsu-Kiefer), Zitrus (Yuzu, Zitrone), Kräuter (Sanshō-Pfeffer, Kinome), Gewürz (Ingwer), Tee (Gyokuro-Grüntee) sowie fruchtig-blumige Noten (Bambusblätter, roter Shiso). Jede Kategorie wird separat destilliert, bevor die Destillate sorgfältig zu einem harmonischen Gesamtprofil verschnitten werden. Dieser aufwendige, mehrstufige Prozess soll die Balance zwischen klassischer London-Dry-Tradition und typisch japanischen Aromen sicherstellen und hat Ki No Bi seit seiner Einführung zahlreiche internationale Auszeichnungen eingebracht.
Verkostung des Ki No Bi Kyoto Dry Gin:
In der Nase präsentiert sich Ki No Bi frisch und elegant mit einer deutlichen Yuzu-Note, begleitet von einem feinen Hauch Sanshō-Pfeffer. Wacholder ist präsent, tritt aber zugunsten der japanischen Botanicals einen Schritt zurück. Am Gaumen entfaltet sich ein komplexes Zusammenspiel aus Zitrusfrische, grüner Teebitterkeit durch den Gyokuro-Tee und einer feinen, leicht erdigen Würze der Akamatsu-Kiefer. Der rote Shiso sorgt für eine dezente florale Nuance. Der Abgang ist warm und leicht würzig, mit einem anhaltenden Hauch von Gyokuro-Tee, der dem Gin seine unverwechselbare Signatur verleiht – ein außergewöhnlich fein ziseliertes Geschmacksbild, das London-Dry-Struktur mit japanischer Raffinesse verbindet.
Steckbrief Ki No Bi Kyoto Dry Gin:
Alkoholgehalt: 45,7 % vol.
Verwendete Botanicals: Wacholder, Orriswurzel, Akamatsu-Kiefer, Yuzu, Zitrone, Sanshō-Pfeffer, Kinome, Ingwer, Gyokuro-Grüntee, Bambusblätter, roter Shiso
Hersteller: The Kyoto Distillery, Kyoto, Japan
Verwendung des Ki No Bi Kyoto Dry Gin
- Gin & Tonic: Die feinen Yuzu- und Grünteenoten harmonieren besonders gut mit einem hochwertigen, nicht zu süßen Tonic, das die japanische Eleganz des Gins unterstreicht. Empfehlenswert ist East Imperial Yuzu Tonic Water, das die Zitrusaromatik gezielt aufgreift, oder alternativ Fentimans Tonic Water mit seiner botanisch geprägten, milden Bitterkeit.
- Cocktail: Ki No Bi eignet sich hervorragend für anspruchsvolle Rührcocktails wie einen Martini oder eine leichte Variante des Negroni, in denen seine feine Balance aus Zitrus, Tee und Gewürz voll zur Geltung kommt. Auch pur oder leicht gekühlt auf Eis serviert offenbart der Gin seine kunstvolle Aromenschichtung.
Aromenprofil
Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.
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