Negroni – der italienische Bitter-Klassiker
1919 bat Conte Camillo Negroni in Florenz den Barkeeper Fosco Scarselli, seinen gewohnten Americano nicht mit Soda, sondern mit Gin aufzugießen – geboren war einer der einflussreichsten Cocktails überhaupt. Bis heute besteht der Negroni aus exakt drei gleichen Teilen: Gin, Campari und rotem Wermut, ganz ohne Verdünnung durch Wasser oder Soda.
Gerade weil das Verhältnis so streng ist, kommt es auf einen strukturierten, klar wacholderbetonten Gin an, der sich gegen die Bitterkeit des Campari behauptet, statt darin zu verschwinden.
Zutaten
- Gin (30 ml): Beefeater London Dry Gin oder Boodles London Dry Gin
- 30 ml Campari
- 30 ml roter Wermut
- Garnitur: Orangenzeste
Zubereitung
- Alle Zutaten direkt im Tumbler auf viel Eis geben.
- Kurz umrühren, bis das Glas beschlägt.
- Mit einer Orangenzeste garnieren.
Fazit
Ein kräftiger London Dry wie der Beefeater bringt die nötige Wacholderstruktur mit, um sich gegen Campari zu behaupten; der etwas weichere Boodles setzt dagegen mehr auf Ausgewogenheit. Beide Wege funktionieren – Geschmackssache, kein Kompromiss.
Weitere Gin-Cocktails

Tom Collins
Tom Collins – der Longdrink Klassiker Der Tom Collins geht auf das ältere John Collins Rezept aus dem frühen 19. Jahrhundert…

White Lady
White Lady – der klare Sour Klassiker Der White Lady zählt zu den ältesten noch gängigen Gin Sours und wurde in den 1920er Jahren…

Aviation Cocktail
Aviation Cocktail – Wolkenblau aus der Gin Frühzeit Der Aviation Cocktail wurde 1916 von Hugo Ensslin, damals Barchef im Hotel…

Dry Martini
Dry Martini – der Maßstab aller Gin Cocktails Kaum ein Cocktail ist so sehr mit dem Gin selbst verwachsen wie der Dry Martini:…