White Lady – der klare Sour-Klassiker
Der White Lady zählt zu den ältesten noch gängigen Gin-Sours und wurde in den 1920er-Jahren in Paris und London bekannt, wo er in mehreren Varianten auf den Karten führender Hotelbars stand, bevor er sich zu seiner heute üblichen Form – Gin, Orangenlikör, Zitrone – vereinfachte. Er zeigt in nur drei Zutaten, wie viel Balance ein guter London Dry Gin tragen kann.
Da hier nichts das Profil des Gins kaschiert, lohnt sich ein klassisch-trockener, gut strukturierter Vertreter.
Zutaten
- Gin (40 ml): Whitley Neill London Dry Gin oder No.3 London Dry Gin
- 20 ml Orangenlikör (z. B. Cointreau)
- 20 ml frischer Zitronensaft
Zubereitung
- Alle Zutaten mit Eis kräftig schütteln.
- Doppelt abgeseiht in eine gekühlte Cocktailschale gießen.
Fazit
Der Whitley Neill bringt mit seiner Cape-Gooseberry-Note einen leicht fruchtigen Unterton, der No.3 setzt dagegen auf klassische Wacholder-Zitrus-Struktur pur – beide zeigen, wie unterschiedlich ein so reduziertes Rezept schmecken kann.
Weitere Gin-Cocktails

Aviation Cocktail
Aviation Cocktail – Wolkenblau aus der Gin Frühzeit Der Aviation Cocktail wurde 1916 von Hugo Ensslin, damals Barchef im Hotel…

Dry Martini
Dry Martini – der Maßstab aller Gin Cocktails Kaum ein Cocktail ist so sehr mit dem Gin selbst verwachsen wie der Dry Martini:…

Gin Basil Smash
Gin Basil Smash – Hamburger Kult Cocktail mit Basilikum 2008 kreierte Jörg Meyer in seiner Hamburger Bar Le Lion einen Drink, den…

Clover Club
Clover Club – rosa Eleganz aus Philadelphia Benannt nach einem Herrenclub, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts im Bellevue…