Herstellung des Simsala Gin:
Simsala Gin stammt aus Berlin und reiht sich damit in eine wachsende Szene kleinerer Berliner Craft-Spirituosenmarken ein, zu der mit Berliner Brandstifter Gin bereits ein bekannterer Vertreter im Gin-Time-Katalog vertreten ist. Der spielerische Markenname erinnert an das aus deutschen Kinderreimen und Zaubersprüchen bekannte "Simsalabim" und positioniert die Marke damit bewusst unbeschwerter und weniger traditionsbetont als viele klassisch inszenierte Gin-Marken, die stattdessen auf historische Destillateurs-Erzählungen oder jahrhundertealte Familienrezepte setzen. Zur genauen Unternehmensgeschichte, zum Gründungsjahr und zum verantwortlichen Team veröffentlicht die Marke öffentlich kaum belastbare Informationen, was bei kleineren, regional vertriebenen Craft-Gins keine Seltenheit ist – wo verlässliche Fakten fehlen, verzichten wir bewusst auf Spekulation.
Fachdatenbanken für Spirituosen führen Simsala Gin unter anderem in der Kategorie aromatisierter Gin, was auf eine im Vergleich zu klassischen London-Dry-Gins etwas verspieltere, geschmacksbetontere Ausrichtung hindeutet, ohne dass sich daraus eine konkrete, öffentlich dokumentierte Rezeptur ableiten ließe. Mit 40 % Vol. bewegt sich der Gin im für die Kategorie üblichen Alkoholbereich. Wie bei vielen kleineren Berliner Manufakturen, die sich in einem dichten, von zahlreichen etablierten Konzernmarken geprägten Markt behaupten müssen, setzt Simsala Gin offenbar eher auf einen zugänglichen, unkomplizierten Auftritt als auf aufwendige Storytelling-Kampagnen rund um Handwerkstradition oder seltene Botanicals.
Verkostung des Simsala Gin:
In der Nase präsentiert sich Simsala Gin ausgewogen, mit einem soliden Wacholderfundament, das von Zitrus- und leichten Kräuternoten begleitet wird, wie es für zugängliche, breit positionierte Gins der mittleren Preisklasse typisch ist. Am Gaumen zeigt sich der Gin rund und unkompliziert, ohne stark ausgeprägte Einzelnoten, die den Gesamteindruck dominieren würden – ein Profil, das sich gut für den unkomplizierten Gin & Tonic eignet, aber wenig Angriffsfläche für eine detaillierte Verkostungsanalyse bietet, wie sie bei botanisch komplexeren Premium-Gins möglich ist. Der Abgang bleibt mittellang und harmonisch, mit einem dezenten, leicht süßlichen Nachklang, der zur Einordnung als geschmacklich zugänglicher, alltagstauglicher Gin passt.
Steckbrief Simsala Gin:
Alkoholgehalt: 40 % vol.
Verwendete Botanicals: Wacholder und weitere, öffentlich nicht im Detail dokumentierte Botanicals
Hersteller: Simsala Gin, Berlin, Deutschland
Einordnung: Simsala Gin in der Berliner Craft-Gin-Szene
Berlin hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der lebendigeren Standorte der deutschen Craft-Spirituosenszene entwickelt, mit einer Mischung aus etablierteren Marken und einer Vielzahl kleinerer, oft nur regional oder online vertriebener Labels. Simsala Gin lässt sich in diesem Umfeld eher der zweiten Kategorie zuordnen: einer Marke, die ohne große mediale Präsenz oder ausführliche öffentliche Firmengeschichte auskommt, dafür aber mit einem eingängigen, unbeschwerten Namen auffällt. Diese Positionierung unterscheidet sich deutlich von Marken wie Berliner Brandstifter, die ihre Herkunft und Machart deutlich stärker in den Vordergrund ihrer Kommunikation stellen. Für Verbraucher bedeutet das in der Praxis vor allem eines: Wer Simsala Gin kauft, sollte einen unkomplizierten, gut mixbaren Alltagsgin erwarten und weniger ein Produkt, das mit einer aufwendig erzählten Entstehungsgeschichte oder seltenen, exotischen Botanicals wirbt.
Preisklasse und Vertrieb
Simsala Gin wird, soweit öffentlich nachvollziehbar, vor allem über deutsche Online- und Getränkefachhändler sowie im regionalen Berliner Einzelhandel vertrieben und positioniert sich preislich im unteren bis mittleren Segment für Craft-Gins – deutlich unterhalb vieler international vermarkteter Premium-New-Western-Dry-Gins, aber oberhalb der klassischen Discounter-Eigenmarken. Diese Positionierung erklärt auch, warum die Marke weniger auf aufwendige Verpackung, internationale Auszeichnungen oder eine ausführlich dokumentierte Entstehungsgeschichte setzt, wie sie bei höherpreisigen Flaschen üblich ist: Der Fokus liegt erkennbar auf einem soliden, alltagstauglichen Produkt zu einem fairen Preis, statt auf einer aufwendigen Markeninszenierung. Für Verbraucher, die gezielt nach kleineren, unabhängigen Herstellern abseits der großen Konzernmarken suchen, aber keinen ausgesprochenen Sammler- oder Sipping-Gin benötigen, kann das ein durchaus überzeugendes Argument sein.
Verwendung des Simsala Gin
- Gin & Tonic: Für einen unkomplizierten Drink passt ein mildes, wenig bitteres Tonic wie Thomas Henry Tonic Water, das die ausgewogene, aber zurückhaltende Aromatik des Gins nicht überdeckt.
- Verspielte Variante: Passend zum spielerischen Markennamen eignet sich auch die Kombination mit Thomas Henry Cherry Blossom Tonic, das dem Drink eine zusätzliche fruchtig-florale Facette verleiht.
- Als Longdrink-Basis: Aufgrund seines neutralen Profils eignet sich Simsala Gin auch als unauffällige Basis für fruchtige Longdrinks mit Limonade oder frischen Beeren.
Simsala Gin richtet sich an alle, die einen preislich zugänglichen, unkomplizierten Gin für den täglichen Gin & Tonic suchen, ohne auf eine der großen internationalen Konzernmarken zurückgreifen zu wollen. Im Vergleich zum bekannteren Berliner Brandstifter Gin aus derselben Stadt zeigt sich der Unterschied vor allem in der Markenerzählung: Während Berliner Brandstifter seine Berliner Herkunft und Herstellungsphilosophie explizit betont und darauf sein Markenprofil aufbaut, tritt Simsala Gin deutlich zurückhaltender auf und überlässt dem Produkt selbst die Hauptrolle. Beide Marken zeigen jedoch, wie unterschiedlich sich Berliner Gin-Hersteller innerhalb desselben lokalen Marktes positionieren können.
Aromenprofil
Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.
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