Die Besten · Rum

Die 10 besten Rum-Sorten

Ausgewählt aus 30 getesteten Rums, vier davon mit 5 von 5 Punkten. Die Reihenfolge ist redaktionell kuratiert statt nach Punktzahl sortiert — von den venezolanisch-guatemaltekischen Solera-Klassikern über jamaikanischen Pot-Still-Funk und Demerara-Tiefe bis zum radikal andersartigen, ungereiften Rhum Agricole aus Martinique.

  1. 01

    Ron Zacapa XO

    ★★★★★★★★★★5/5Redaktionsbewertung

    Die Weiterentwicklung des berühmten Solera-Systems: Nach der klassischen Reifung verbringt der XO zusätzliche Zeit in Cognac-Fässern und gewinnt dadurch eine feine, weinig-elegante Facette gegenüber der Basisabfüllung. Honig, reife Trauben und Trockenfrüchte in der Nase, am Gaumen sehr weich und komplex mit Karamell und dezenten Weinnoten. Der lange, samtige Abgang macht ihn zu einem der rundesten Rums im Katalog – Guatemalas Antwort auf die Frage, wie viel Cognac-Handwerk einem Rum guttun kann.

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  2. 02

    Diplomático Ambassador

    ★★★★★★★★★★5/5Redaktionsbewertung

    Die konzentrierteste, intensivste Interpretation des hauseigenen, melasse-betonten Stils: Dunkle Melasse, Trockenpflaumen und eine feine Kakaonote in der Nase, am Gaumen dicht und süß mit Karamell, dunkler Schokolade und würziger Eiche. Mit 47 % vol. deutlich kräftiger als die meisten Diplomático-Abfüllungen, was die langen Pot-Still-Reifungen besonders intensiv zur Geltung bringt. Für alle, die venezolanische Solera-Süße in ihrer dichtesten, am wenigsten verwässerten Form erleben wollen.

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  3. 03

    Appleton Estate 21 Jahre

    ★★★★★★★★★★5/5Redaktionsbewertung

    Eine der gereiftesten und komplexesten Abfüllungen des gesamten Appleton-Sortiments: reife dunkle Früchte, Karamell und feine Holzwürze in der Nase, am Gaumen vollmundig mit Trockenfrüchten, Vanille und spürbarer Eichenwürze. Darunter macht sich dezent der für Jamaika typische estrige Charakter bemerkbar, ohne den Rum dominant funky wirken zu lassen – eine seltene Balance aus jamaikanischer Kraft und gereifter Eleganz. Für alle, die Jamaikas Pot-Still-Tradition in ihrer ausgereiftesten Form kennenlernen wollen.

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  4. 04

    Mount Gay 1703 Master Select

    ★★★★★★★★★★5/5Redaktionsbewertung

    Vom ältesten noch aktiven Rum-Produzenten der Welt, von der Insel, die als Geburtsort des Rums gilt: Der Master Blender wählt die Fässer für den 1703 jährlich per Hand aus. Reife dunkle Früchte, süße Vanille und eine feine, sherrytypische Würze in der Nase, am Gaumen dicht und vielschichtig mit Karamell und würziger Eiche, ohne je plump zu wirken. Ein Rum, der Barbados' jahrzehntelange Reifungstradition eindrücklich widerspiegelt.

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  5. 05

    El Dorado 15 Jahre Special Reserve

    ★★★★★★★★★★4,5/5Redaktionsbewertung

    Zu den dichtesten und süßesten Standardabfüllungen der gesamten karibischen Rum-Welt gehört der 15 Jahre aus Guyana – geprägt von den hölzernen Pot Stills der Demerara-Destillerie Diamond, die den Rums ihre unverwechselbare Tiefe verleihen. Melasse, dunkle Trockenfrüchte und Holzwürze in der Nase, am Gaumen Karamell, Rosinen und warme Eiche mit spürbarem Gewicht. Der lange, süße Abgang macht ihn zum Pflichtprogramm für alle, die Demerara-Rum verstehen wollen.

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  6. 06

    Angostura 1824 12 Jahre

    ★★★★★★★★★★4,5/5Redaktionsbewertung

    Trinidads Antwort auf die süßeren Solera-Stile Venezuelas und Guatemalas: Der 1824 zeigt sich elegant und vergleichsweise trocken, mit Vanille, reifer Orangenschale und feiner Holzwürze. Am Gaumen ausgewogen mit Karamell und Zimt, wobei die moderate Süße dem Rum spürbare Struktur verleiht, statt ihn ins rein Zuckrige gleiten zu lassen. Der mittellange, würzige Abgang mit Zimt- und Muskatnote macht ihn zur richtigen Wahl für alle, die karibischen Rum lieber trocken als süß mögen.

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  7. 07

    Havana Club 7 Años Rum

    ★★★★★★★★★★4,5/5Redaktionsbewertung

    Der klassische kubanische Verschnitt-Stil in seiner zugänglichsten, bekanntesten Form: aromatischer Tabak, süße tropische Früchte und Honig in der Nase, unterlegt von Zimt und Vanille. Am Gaumen rund und geschmeidig mit Melasse, Vanille und einem Hauch trockenem Kakao, während reife Banane und getrocknete Aprikose das Profil abrunden. Der ideale Einstieg für alle, die den kubanischen Rum-Stil kennenlernen wollen, bevor sie sich an intensivere Solera- oder Demerara-Rums wagen.

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  8. 08

    A.H. Riise Non Plus Ultra Very Rare

    ★★★★★★★★★★4,5/5Redaktionsbewertung

    Ein Handelshaus statt einer eigenen Destillerie steckt hinter diesem ungewöhnlich rar und aufwendig verschnittenen Blend aus den ehemals dänischen Jungferninseln: einladend süß mit Karamell, reifer Ananas und Mango sowie warmer Zimt- und Muskatnote. Am Gaumen weich und rund mit deutlicher Vanille, Honig und dezenter, gut eingebundener Eichenwürze. Mit 42 % vol. etwas kräftiger als der Blend-Standard, was ihm zusätzliche Wärme verleiht. Für alle, die karibischen Rum lieber süß-rund als trocken-würzig mögen.

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  9. 09

    Plantation XO 20th Anniversary Rum

    ★★★★★★★★★★4,5/5Redaktionsbewertung

    Warum reift ein Cognac-Haus Rum? Die Antwort liegt im Glas: Nach der karibischen Basisreifung verbringt der XO zusätzliche Zeit im französischen Cognac-Fass und gewinnt dadurch eine önologische, fast weinig anmutende Tiefe. Würziges Eichenholz, Guave, Kokosraspeln und getrocknete Banane in einem buttrig-runden Duftbild, am Gaumen cremig mit Vanille und Karamell. Ein Rum für alle, die Cognac-Handwerk und karibische Tradition zusammen erleben wollen.

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  10. 10

    Rhum J.M Agricole Blanc

    ★★★★★★★★★★4,5/5Redaktionsbewertung

    Der radikalste Stilbruch in dieser Liste: Statt aus Melasse entsteht der Agricole Blanc aus frisch gepresstem Zuckerrohrsaft und bleibt ungereift – kristallklar, mit frischem Zuckerrohr, grasig-grünen und floralen Noten, fast wie frisch gemähte Wiesen. Am Gaumen kraftvoll und lebendig mit klarer, für unverdünnte Rhum-Agricole-Destillate typischer Schärfe; Fass- oder Röstnoten fehlen praktisch vollständig. Mit 50 % vol. aus Martinique, der einzigen Rum-Herkunft mit eigener AOC – ein Pflichtversuch für alle, die glauben, schon alle Rum-Stile zu kennen.

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