Herstellung des Libellis Gin:
Libellis Gin stammt aus Andalusien, jener südspanischen Region, die mit Marken wie Larios und Puerto de Indias bereits die spanische Gin-Tonic-Kultur maßgeblich mitgeprägt hat. Der Name Libellis leitet sich vom lateinischen Wort für Libelle ab und setzt damit auf eine Naturassoziation, wie sie bei jüngeren spanischen Gin-Marken häufiger anzutreffen ist, die sich bewusst von den traditionsreichen, historisch gewachsenen Großmarken der Region abgrenzen wollen. Zur genauen Unternehmensgeschichte, zum Gründungsjahr und zur verantwortlichen Destillerie liegen öffentlich kaum belastbare, unabhängig überprüfbare Details vor – ein Umstand, der bei kleineren, primär regional oder über spezialisierte Fachhändler vertriebenen andalusischen Gin-Marken nicht ungewöhnlich ist.
Mit 41 % Vol. liegt Libellis Gin leicht oberhalb des internationalen Standardbereichs vieler klassischer Gins und ordnet sich stilistisch als New Western Dry Gin ein, also als ein Gin, der über das strenge, rein wacholderfixierte London-Dry-Reglement hinausgeht und botanisch bewusst breiter aufgestellt ist. Andalusien ist als Herkunftsregion für Gin nicht zufällig gewählt: Die Region verfügt über eine lange Tradition im Anbau von Zitrusfrüchten und mediterranen Kräutern, die viele der dort ansässigen Gin-Marken – von den zitrusbetonten Klassikern bis zu jüngeren Craft-Produkten – in ihren Rezepturen aufgreifen, auch wenn sich für Libellis Gin selbst keine im Detail dokumentierte Botanical-Liste öffentlich nachweisen lässt.
Verkostung des Libellis Gin:
In der Nase präsentiert sich Libellis Gin vermutlich zitrusbetont und mediterran, wie es für viele andalusische Gins typisch ist, die die regionale Zitrustradition aromatisch aufgreifen, kombiniert mit einem soliden Wacholderfundament. Am Gaumen zeigt sich der Gin rund und zugänglich, mit einer für New-Western-Dry-Gins aus Südspanien charakteristischen Balance zwischen fruchtiger Frische und klassischer Wacholderstruktur. Da für dieses konkrete Produkt keine im Detail verifizierten, herstellerseitigen Verkostungsnotizen öffentlich vorliegen, stützt sich diese Einordnung auf die stilistische Kategorie New Western Dry Gin sowie auf allgemein für andalusische Gins typische Aromenmuster, nicht auf eine spezifisch für Libellis Gin dokumentierte Rezeptur. Im Abgang bleibt der Gin vermutlich mittellang, mit einem frischen, leicht zitrusbetonten Nachklang.
Steckbrief Libellis Gin:
Alkoholgehalt: 41 % vol.
Verwendete Botanicals: Wacholder und weitere, öffentlich nicht im Detail dokumentierte mediterrane Botanicals
Hersteller: Libellis Gin, Andalusien, Spanien
Andalusien als Gin-Region
Andalusien nimmt innerhalb der spanischen Gin-Landschaft eine besondere Stellung ein, da die Region gleich mehrere sehr unterschiedliche Gin-Traditionen vereint: von Larios als historischem Massenmarktführer über Larios 12 als dessen Premium-Ableger bis zu jüngeren, fruchtbetonten Marken wie Puerto de Indias, die mit Erdbeer- und anderen Frucht-Gins internationale Aufmerksamkeit erregt haben. Libellis Gin reiht sich als New Western Dry Gin in dieses Umfeld ein, ohne jedoch den gleichen Bekanntheitsgrad wie die genannten Marken erreicht zu haben. Für Konsumenten bedeutet die andalusische Herkunft dennoch eine gewisse stilistische Orientierung: Wer bereits Erfahrung mit anderen Gins aus der Region gesammelt hat, kann davon ausgehen, dass mediterrane Zitrusfrüchte und Kräuter auch bei Libellis Gin eine Rolle spielen dürften, auch wenn sich die genaue Ausprägung mangels öffentlich dokumentierter Herstellerangaben nicht im Detail bestätigen lässt.
Namensgebung: Die Libelle als Markenzeichen
Der Rückgriff auf den lateinischen Begriff für Libelle als Markennamen ist im Spirituosenmarkt kein Zufall: Insekten und andere Naturmotive werden von jüngeren Craft-Marken häufig gewählt, um Reinheit, Naturverbundenheit und eine gewisse Leichtigkeit zu symbolisieren – Eigenschaften, die insbesondere bei New-Western-Dry-Gins mit ausgeprägter Frucht- und Kräuteraromatik als Verkaufsargument dienen. Libellen gelten zudem traditionell als Symbol für Wandel und Anpassungsfähigkeit, was sich als Markenerzählung für einen Gin eignet, der sich bewusst von den historisch gewachsenen, jahrzehntealten Großmarken der Region abgrenzen will. Ob diese Symbolik in der Außenkommunikation der Marke tatsächlich in dieser Form genutzt wird, lässt sich mangels ausführlicher öffentlicher Quellen nicht abschließend bestätigen; die sprachliche Herleitung des Namens selbst ist jedoch unstrittig.
Verwendung des Libellis Gin
- Gin & Tonic: Passend zur mediterranen Herkunftsregion empfiehlt sich ein Tonic mit ausgeprägtem Zitrusprofil wie Fever-Tree Mediterranean Tonic Water, das die vermutete Zitrusausrichtung des Gins unterstützt.
- Exotische Variante: Wer eine ungewöhnlichere Zitrusnote sucht, kombiniert Libellis Gin mit East Imperial Yuzu Tonic Water, dessen japanische Zitrusfrucht einen spannenden Kontrast zur andalusischen Herkunft des Gins bildet.
- Spanisches Serviergefäß: Wie in Spanien üblich, empfiehlt sich die Zubereitung im großen Ballonglas mit reichlich Eis und einer Zitrusgarnitur.
Libellis Gin richtet sich an alle, die abseits der bekannten andalusischen Großmarken einen weniger prominenten, aber stilistisch der Region verpflichteten New-Western-Dry-Gin ausprobieren möchten. Im Vergleich zum ebenfalls andalusischen Puerto de Indias Strawberry Gin zeigt sich der grundlegende Unterschied bereits im Stil: Während Puerto de Indias mit seiner Erdbeer-Aromatisierung bewusst in die Kategorie der Flavoured Gins vordringt und international vor allem über seine ungewöhnliche pinke Färbung bekannt wurde, bleibt Libellis Gin als klassischer New Western Dry Gin näher an einer traditionelleren Gin-Struktur mit Wacholder als Basis. Beide Marken belegen jedoch, wie vielseitig sich die andalusische Gin-Szene abseits von Larios entwickelt hat.
Aromenprofil
Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.
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