Ward Eight – der Bostoner Rye-Sour mit Orange
Der Überlieferung nach entstand der Ward Eight 1898 in der Bar des Restaurants Locke-Ober in Boston. Er soll zu Ehren des Demokraten Martin Lomasney getrunken worden sein, der den achten Wahlbezirk („Ward 8") der Stadt vertrat und dort einen deutlichen Wahlsieg für die Legislative von Massachusetts erzielt hatte. Ganz gesichert ist diese Geschichte nicht: Auch andere Bostoner Bars beanspruchen den Drink für sich.
Das Prinzip ist ein klassischer Sour, der zusätzlich Orangensaft und einen kleinen Schuss Grenadine bekommt. Dadurch wirkt er fruchtiger und runder als ein Whisky Sour, bleibt aber dank des würzigen Rye angenehm trocken.
Zutaten
- Rye Whiskey (60 ml): Rittenhouse Rye Bottled in Bond oder Woodford Reserve Rye Whiskey
- 15 ml frischer Zitronensaft
- 15 ml frischer Orangensaft
- 1 Barlöffel (ca. 5 ml) Grenadine
- Garnitur: Orangenscheibe und Cocktailkirsche (optional)
Zubereitung
- Alle Zutaten mit reichlich Eis kräftig shaken, bis der Shaker außen beschlägt.
- Doppelt in eine vorgekühlte Cocktailschale abseihen.
- Mit Orangenscheibe und Cocktailkirsche garnieren.
Fazit
Der Ward Eight lebt von der Würze des Rye, die der Orangensaft weich umspielt. Rittenhouse mit 50 % vol. bringt kräftigen Pfeffer und Struktur mit und hält die Fruchtigkeit in Schach; der etwas mildere Woodford Reserve Rye (45,2 % vol.) macht den Drink runder und zugänglicher. Frisch gepresste Säfte sind Pflicht, und mit der Grenadine sollte man sparsam bleiben, damit der Drink nicht zu süß wird.
Geschmacksprofil
Passendes Equipment
Coupe-/Cocktailschalen
Barlöffel
Jigger / Messbecher
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