Herstellung des Woodland Sauerland Dry Gin:
Woodland Sauerland Dry Gin wurde von sechs Freunden ins Leben gerufen: Andreas Schulte, Olaf Baumeister, Till Brauckmann, Matthias Czech, Dr. Moritz Dimde und Gregor Biedrzycki gründeten die Marke mit dem Ziel, den waldreichen Charakter ihrer Heimatregion Sauerland in einem Gin abzubilden. Anders als viele Gins, die sich auf importierte exotische Botanicals stützen, setzt Woodland konsequent auf Zutaten aus den heimischen Wäldern und Wiesen der Mittelgebirgsregion, ergänzt um Quellwasser aus dem Sauerland selbst.
Zu den verwendeten Botanicals zählen Fichtenspitzen, Baumpilz und Löwenzahnwurzel, die dem Gin eine erdig-waldige Grundnote verleihen, sowie frische Brennnesseln und handgepflückter Sauerampfer, die für eine herbe, leicht säuerliche Frische sorgen. Zitrusaromen runden die Rezeptur ab, ohne die waldig-erdige Grundausrichtung zu überdecken. Verdünnt wird der Gin mit Sauerländer Quellwasser, was die regionale Verwurzelung der Marke bis in den letzten Produktionsschritt konsequent durchzieht. Abgefüllt wird Woodland Sauerland Dry Gin mit 45,3 % vol. – ein vergleichsweise kräftiger Alkoholgehalt, der die intensiven, teils bitteren Waldaromen zusätzlich betont. Neben dieser Dry-Gin-Abfüllung bietet die Marke auch eine Woodland Navy Strength und einen Woodland Pink Gin an, die beide auf demselben waldig-kräuterigen Botanicals-Grundgerüst aufbauen, jeweils aber in Alkoholgehalt beziehungsweise Farb- und Fruchtnote variieren.
Verkostung des Woodland Sauerland Dry Gin:
In der Nase zeigt sich Woodland Sauerland Dry Gin ausgesprochen kräuterig und waldig, mit einer harzigen Fichtennote, die sofort an einen Spaziergang durch den Sauerländer Nadelwald erinnert. Baumpilz und Löwenzahnwurzel steuern eine erdige, leicht bittere Tiefe bei, während Wacholder als solide, aber nicht dominante Basis fungiert. Am Gaumen entfaltet sich diese waldig-kräuterige Aromatik voll: Brennnessel und Sauerampfer sorgen für eine herbe, fast grüne Frische mit einer leicht säuerlichen Kante, die dem Gin eine ungewöhnliche, sehr eigenständige Struktur verleiht. Zitrusnoten treten dabei eher unterstützend auf, statt den Ton anzugeben. Im Abgang bleiben die erdig-waldigen Noten von Fichte und Baumpilz am längsten bestehen, mit einem trockenen, leicht bitteren und durch den kräftigen Alkoholgehalt wärmenden Abschluss. Diese Intensität macht Woodland zu einem Gin, der pur oder auf Eis verkostet mindestens ebenso viel über seine Herkunftsregion erzählt wie im verdünnten Longdrink.
Steckbrief Woodland Sauerland Dry Gin:
Alkoholgehalt: 45,3 % vol.
Verwendete Botanicals: Wacholder, Fichtenspitzen, Baumpilz, Löwenzahnwurzel, frische Brennnesseln, handgepflückter Sauerampfer, Zitrusaromen; destilliert mit Sauerländer Quellwasser
Hersteller: Woodland, Sauerland, Deutschland (gegründet von Andreas Schulte, Olaf Baumeister, Till Brauckmann, Matthias Czech, Moritz Dimde und Gregor Biedrzycki)
Botanicals des Woodland Sauerland Dry Gin im Detail
Die Botanicals-Auswahl von Woodland liest sich wie ein Spaziergang durch den Sauerländer Wald: Fichtenspitzen und Baumpilz sind Zutaten, die im klassischen Gin-Rezeptbuch selten auftauchen, dafür aber unmittelbar die Waldlandschaft der Mittelgebirgsregion einfangen, aus der die Gründer stammen. Löwenzahnwurzel, traditionell eher aus der Kräuterheilkunde und der Wildkräuterküche bekannt, bringt eine bittere Komponente ein, die dem Gin Tiefe verleiht, ohne ihn unangenehm herb wirken zu lassen. Besonders bemerkenswert ist der Einsatz von handgepflücktem Sauerampfer und frischen Brennnesseln – zwei Wildkräuter, die sonst kaum in kommerziellen Gin-Rezepturen zu finden sind und die dem Gin eine grüne, leicht säuerliche Frische verleihen, die stark an die Wiesen und Waldränder der Region erinnert. Diese konsequente Fokussierung auf lokal wachsende, teils wild gesammelte Botanicals macht Woodland zu einem der am stärksten terroir-geprägten deutschen Gins und unterscheidet die Marke deutlich von Wettbewerbern, die überwiegend auf importierte, weltweit verfügbare Botanicals setzen.
Verwendung des Woodland Sauerland Dry Gin
- Gin & Tonic: Zur waldig-kräuterigen Aromatik passt ein botanisch geprägtes Tonic wie Thomas Henry Botanical Tonic, das die Kräuternoten des Gins zusätzlich unterstützt, ohne sie zu überlagern. Für eine leichtere Variante eignet sich auch Fever-Tree Naturally Light Tonic Water.
- Woodland Sour: Die herbe, leicht säuerliche Sauerampfer-Note macht den Gin auch zu einer interessanten Basis für einen Gin Sour, in dem sich die grüne Frische gegen Zitronensaft und Eiweißschaum gut behaupten kann.
Woodland Sauerland Dry Gin richtet sich an Genießer, die einen konsequent regional und wild geprägten deutschen Gin abseits klassischer Zitrus-Wacholder-Rezepturen suchen. In seiner Fokussierung auf Wald- und Wildkräuter-Botanicals ähnelt Woodland dem hessischen Unterholz Gin aus dem Odenwald, der ebenfalls den umliegenden Wald zur zentralen Aromenquelle macht. Während Unterholz stärker auf klassische Waldbotanicals setzt, geht Woodland mit Baumpilz, Sauerampfer und Brennnessel noch einen Schritt weiter in Richtung Wildkräuterküche – ein mutiger, konsequent umgesetzter Ansatz, der den Gin zu einem der eigenständigsten Vertreter der deutschen Craft-Gin-Szene macht. Wer bislang nur mit klassischen, zitrusbetonten New-Western-Gins vertraut ist, findet in Woodland eine lohnende Gelegenheit, die geschmackliche Bandbreite der Kategorie in eine deutlich waldigere, herbere Richtung zu erweitern.
Aromenprofil
Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.
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