Christmas Carol Cocktail – ein fast vergessener Namensvetter
Der Christmas Carol Cocktail taucht in Cocktailbüchern der 1930er-Jahre auf, in denen sich damals zahlreiche nach Feiertagen oder literarischen Figuren benannte Drinks fanden – der Name spielt auf Charles Dickens' "A Christmas Carol" an, ohne dass eine direkte inhaltliche Verbindung überliefert ist. Bemerkenswert ist die Zutatenkombination: Gin trifft auf Dubonnet Rouge, einen französischen aromatisierten Wein mit Chinarinde, ergänzt um Zitrus- und Grapefruitsaft.
Das Ergebnis ist trockener und komplexer als es der festliche Name vermuten lässt – die leichte Bitterkeit des Dubonnet und die doppelte Zitrusnote machen ihn zu einer willkommenen Abwechslung zu den meist sehr süßen Feiertagsdrinks.
Zutaten
- Gin (30 ml): Hayman's London Dry Gin
- 30 ml Dubonnet Rouge
- 15 ml frischer Zitronensaft
- 15 ml frischer Grapefruitsaft
- Garnitur: Orangenzeste
Zubereitung
- Alle Zutaten mit reichlich Eis kräftig schütteln.
- Abgeseiht in eine gekühlte Cocktailschale gießen.
- Mit einer Orangenzeste garnieren.
Fazit
Der klassisch-trockene Hayman's London Dry Gin lässt dem Dubonnet und der doppelten Zitrusnote den nötigen Raum, ohne selbst in den Hintergrund zu treten – ein unterschätzter Weihnachtsklassiker für alle, die es an den Feiertagen lieber trocken als süß mögen.
Geschmacksprofil
Passendes Equipment
Coupe-/Cocktailschalen
Boston Shaker Set
Jigger / Messbecher
Weitere Gin-Cocktails

Christmas Negroni
Bittersüßer Negroni-Klassiker, durch Cranberrysaft dezent abgemildert und tiefrot gefärbt – ohne seine Trockenheit zu verlieren.

Clover Club
Seidig-schaumiger Gin-Sour mit Himbeersüße und feiner Säure, elegant blassrosa – ein Craft-Cocktail-Comeback aus den 2000ern.

Corpse Reviver #2
Spritziger Zitrus-Kräuter-Muntermacher mit Absinth-Hauch – der berühmteste "Katertöter" der Barwelt, mit Warnung vor zu vielen Runden.

Dry Martini
Nur zwei Zutaten tragen den ganzen Drink – kompromisslos trocken, kalt und direkt, ohne jede Möglichkeit, Schwächen zu kaschieren.