Manhattan – New Yorker Bar-Ikone
Der Manhattan entstand in den 1870er- oder 1880er-Jahren in New York und gilt neben dem Martini als der Cocktail-Klassiker schlechthin – so einflussreich, dass unzählige spätere Drinks (Rob Roy, Rob Roy-Varianten, Boulevardier) im Grunde nur Abwandlungen seiner Grundformel sind. Traditionell wird er mit Rye Whiskey zubereitet, dessen würzige Schärfe historisch die amerikanische Whiskey-Basis in New York war, bevor Bourbon sich als gängige Alternative etablierte.
Zutaten
- Whiskey (60 ml): Bulleit Rye Whiskey (klassisch) oder Knob Creek Kentucky Straight Bourbon (weicher)
- 30 ml roter Wermut
- 2 Dashes Angostura Bitters
- Garnitur: Cocktailkirsche
Zubereitung
- Alle Zutaten mit Eis im Rührglas verrühren (nicht schütteln).
- Abgeseiht in eine gekühlte Cocktailschale gießen.
- Mit einer Cocktailkirsche garnieren.
Fazit
Der würzig-pfeffrige Bulleit Rye ist die historisch korrekte, kantigere Wahl; der rundere Knob Creek Bourbon macht den Manhattan zugänglicher und süßer – beide Wege sind heute gängige Bar-Praxis.
Geschmacksprofil
Passendes Equipment
Coupe-/Cocktailschalen
Boston Shaker Set
Jigger / Messbecher
Weitere Whisky-Cocktails

Mint Julep
Bourbon, frische Minze und viel zerstoßenes Eis im beschlagenen Becher – offizieller Drink des Kentucky Derby seit 1938.

New York Sour
Klassischer Whiskey Sour mit einem Rotwein-Float obenauf – herber Kontrapunkt zur Süße und markanter Farbverlauf im Glas.

Old Fashioned
Auf drei Zutaten reduziert – Spirituose, Zucker, Bitters –, sodass die Bourbon-Wahl fast den gesamten Charakter des Drinks trägt.

Old Pal
Schlanker, herberer Boulevardier-Verwandter mit trockenem statt süßem Wermut – bittersüß, unkompliziert und rein spirituosenbetont.

Bourbon: Die gesetzlichen Regeln und die größten Mythen
Mais, neue Fässer, keine Zusätze: Die Bundesregeln sind kurz, die Mythen drumherum lang – von Kentucky-Pflicht bis Mindestreife.

Die Geschichte des Whiskys: Vom mittelalterlichen "Uisge Beatha" zur globalen Industrie
Vom klösterlichen Destillat im mittelalterlichen Schottland über Schmuggel, Steuergesetze und eine französische Pflanzenkrankheit bis zur globalen Whisky-Industrie von heute.

Straight, Bottled-in-Bond und Altersangaben: Was amerikanische Etiketten verraten
Zwei Jahre, vier Jahre, 100 Proof: Welche Begriffe auf amerikanischen Flaschen wirklich Regeln bedeuten und welche nur gut klingen.