Monte Carlo – der Manhattan mit Bénédictine
Gedruckt taucht der Monte Carlo 1948 in David Embury's „The Fine Art of Mixing Drinks" auf. Wie der Name zustande kam, ist nicht überliefert. Embury selbst fand den Drink etwas zu süß und empfahl, mehr Rye und etwas Zitronensaft zu verwenden.
Der Aufbau ist ein Manhattan, bei dem der Wermut durch Bénédictine ersetzt wird. Der Kräuterlikör bringt Honig, Gewürze und Orangenschale mit, die Bitters geben Struktur. Zusammen mit dem Rye entsteht ein kräftiger, aber überraschend runder Drink.
Zutaten
- Rye Whiskey (60 ml): Rittenhouse Rye Bottled in Bond oder Sazerac Straight Rye Whiskey
- 15 ml Bénédictine D.O.M. (Ersatz: ein anderer Kräuterlikör mit Honignote, etwa Drambuie, dann aber weniger Süße einplanen)
- 2 Spritzer Angostura Bitters
- Garnitur: Zitronenzeste, über dem Drink ausgedrückt
Zubereitung
- Rye, Bénédictine und Bitters mit viel Eis in einem Rührglas etwa 20 bis 30 Sekunden kalt rühren.
- In einen vorgekühlten Tumbler auf einen großen Eiswürfel abseihen. Alternativ in einer Coupe ohne Eis servieren.
- Die Zitronenzeste über dem Glas ausdrücken und hineingeben.
Fazit
Der Rittenhouse mit 50 % vol. bringt Pfeffer und Struktur mit und gleicht damit die Süße des Likörs aus. Der Sazerac Straight Rye ist würzig und etwas weicher und lässt Honig und Kräuter der Bénédictine mehr Raum. Weil der Likör so dominant ist, sollte man mit 15 ml beginnen und erst dann nachjustieren. Die Zitronenzeste ist hier mehr als Dekoration, denn ihr Öl macht den Drink spürbar frischer.
Geschmacksprofil
Passendes Equipment
Tumbler-Gläser
Rührglas mit Barlöffel
Jigger / Messbecher
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