Herstellung & Aromatik des Thomas Henry Coffee Tonic
Thomas Henry wurde 2010 in Berlin gegründet und hat sich seither, eng verzahnt mit der Berliner Bar-Szene, zu einem der prägendsten Namen der deutschen Craft-Mixer-Bewegung entwickelt. Neben dem klassischen Tonic Water und den floral-fruchtigen Varianten Elderflower und Cherry Blossom Tonic zählt das Coffee Tonic zu den ungewöhnlichsten Produkten im mittlerweile rund zehn Artikel umfassenden Sortiment der Marke – ein Tonic, das statt auf Blüten oder Früchte konsequent auf Kaffee als Hauptaroma setzt.
Basis des Coffee Tonic ist eine Kaltextraktion ("Cold Brew") aus 100 % Arabica-Kaffee aus Lateinamerika, der mit rund zehn Prozent Anteil in die Rezeptur einfließt. Ergänzt wird die klassische Chinin-Basis um Zitronensaftkonzentrat, Karamellsirup sowie natürliches Citrusaroma, während Johannisbrotkernmehl als natürlicher Stabilisator für die nötige Textur sorgt. Diese vergleichsweise aufwendige Zutatenliste unterscheidet das Coffee Tonic deutlich von den schlankeren Rezepturen der übrigen Thomas-Henry-Produkte und macht es mit 33 Kilokalorien pro 100 Milliliter auch zum kalorienreicheren Mitglied der Produktfamilie.
Konzipiert wurde das Coffee Tonic dabei von Anfang an für zwei unterschiedliche Verwendungen: zum einen als klassischer Gin-Tonic-Mixer für kaffee-affine Gins und Cocktails, zum anderen – und das ist die ungewöhnlichere Rolle – als Basis für den sogenannten Espresso Tonic, einen alkoholfreien Longdrink aus Espresso und Tonic Water, für den Thomas Henry auf der eigenen Website sowohl ein klassisches Rezept als auch eine Variante mit Kirschlikör unter dem Namen Cherry Espresso Tonic veröffentlicht. Diese Doppelverwendung macht das Coffee Tonic zu einem der wenigen Tonic Waters im Sortiment, das explizit auch außerhalb des klassischen Gin & Tonic als eigenständiger Mixer positioniert wird.
Damit reiht sich Thomas Henry in einen Trend ein, der in den vergangenen Jahren aus der Specialty-Coffee-Szene in die Bar-Welt übergeschwappt ist: Cold-Brew-Kaffee, karbonisiert und mit Tonic-Bitterkeit kombiniert, hat sich international zu einem eigenständigen Getränkestil entwickelt, der klassische Kaffeegetränke wie Iced Coffee oder Cold Brew um eine spritzig-herbe Komponente erweitert. Statt Kaffee und Tonic getrennt vorzuhalten, liefert Thomas Henry mit dem Coffee Tonic beide Komponenten bereits fertig kombiniert in einer einzigen Flasche – ein Ansatz, der das Produkt sowohl für die Gastronomie als auch für die eigene Hausbar deutlich praktischer macht.
Geschmacksprofil
In der Nase zeigt sich ein trüb-kupferfarbenes Getränk mit feinem Schaumring, dessen Aroma von fruchtig-kaltextrahiertem Arabica-Kaffee dominiert wird, begleitet von einer dezenten Chinin-Note im Hintergrund. Am Gaumen ist das Coffee Tonic gut ausbalanciert: Ein klares, natürliches Kaffeearoma trifft auf eine leichte Chinin-Bitterkeit, die von der Karamellsüße abgerundet wird, ohne den Kaffeecharakter zu überdecken. Der Abgang ist mittellang mit schokoladig-kaffeigen Noten, die dem Tonic eine fast dessertartige Tiefe verleihen – ein deutlich anderes Profil als bei allen übrigen, klassisch chinin- oder fruchtbetonten Thomas-Henry-Tonics.
Serviert wird das Coffee Tonic am besten pur mit viel Eis in einem großen Glas, damit sich Kaffee- und Karamellnoten langsam entfalten. Für den Espresso Tonic empfiehlt Thomas Henry, einen frisch gezogenen doppelten Espresso über Eis mit dem Coffee Tonic aufzugießen – ein erfrischender, leicht bitterer Kaffee-Longdrink, der sich inzwischen in vielen Bars als Sommeralternative zum klassischen Iced Coffee etabliert hat.
Informationen zum Thomas Henry Coffee Tonic
Herkunft: Deutschland (Berlin)
Zutaten: Wasser, Kaffee-Cold-Brew-Infusion (10 %) aus 100 % Arabica-Kaffee, Zucker, Zitronensaftkonzentrat, Kohlensäure, Karamellsirup, Citronensäure, natürliches Citrusaroma, Ascorbinsäure, Koffein, Johannisbrotkernmehl, Chinin
Hersteller: Thomas Henry GmbH
Energie: 33 kcal / 100 ml
Gin & Thomas Henry Coffee Tonic: Empfehlungen
- Mit Sipsmith London Dry Gin: Ein klassischer, wacholderbetonter London Dry Gin bildet ein spannungsreiches Gegenüber zur Kaffeesüße und lässt beide Aromen klar erkennbar nebeneinanderstehen.
- Mit Monkey 47 Dry Gin: Die über 40 Botanicals des Schwarzwälder Gins, darunter Zitrus- und Gewürznoten, finden im schokoladig-kaffeigen Tonic ein komplexes, ungewöhnliches Gegenüber für experimentierfreudige Gin-Trinker.
- Mit Brooklyn Gin: Der amerikanische Craft-Gin mit seinen frischen Zitrus- und Wacholdernoten bringt eine erfrischende Gegenkomponente zur warmen Kaffee- und Karamellnote des Tonics ein.
Innerhalb der Thomas-Henry-Produktfamilie ist das Coffee Tonic mit Abstand die geschmacklich eigenständigste Variante: Wo Elderflower und Cherry Blossom Tonic auf Blüten- und Fruchtaromen setzen und Botanical Tonic auf ein kräuterig-waldiges Bouquet, bringt das Coffee Tonic mit Kaffee, Karamell und Schokolade ein völlig anderes Aromenregister ins Sortiment. Für den klassischen, unkomplizierten Gin & Tonic ist es damit weniger geeignet als die übrigen Varianten – als Grundlage für Signature-Drinks und den eigenständigen Espresso Tonic dagegen ist es innerhalb der Marke konkurrenzlos.
Auch außerhalb der Gin-&-Tonic-Welt hat sich das Coffee Tonic als vielseitiger Mixer etabliert: ob als klassischer Espresso Tonic, als Basis für Kaffee-Cocktails mit dunklen Spirituosen wie Rum oder Whisky, oder schlicht pur mit Eis als koffeinhaltige Erfrischung an heißen Sommertagen – das Produkt bedient eine Nische, die von den meisten anderen Tonic-Herstellern bislang kaum besetzt wird. Für Gastronomien, die ihre Getränkekarte um ein außergewöhnliches, doppelt einsetzbares Produkt ergänzen möchten, bietet das Coffee Tonic damit eine der interessantesten Optionen im gesamten Thomas-Henry-Sortiment.
Aromenprofil
Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.
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