Tanqueray Rangpur Gin & East Imperial Grapefruit Tonic Water (4/5)

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Tanqueray Rangpur Gin & East Imperial Grapefruit Tonic Water (4/5)

4/5 Redaktionsbewertung
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Die Kombination im Überblick

Tanqueray Rangpur Gin und East Imperial Grapefruit Tonic Water treffen aufeinander, weil East Imperial diese Paarung auf der eigenen Produktseite als "komplexen, aber stimmigen Zitrus-Cocktail" empfiehlt. Der Rangpur stellt seit seiner Einführung 2006 die seltene Rangpur-Limette in den Mittelpunkt – eine Kreuzung aus Mandarine und Zitrone mit intensivem, leicht süßlichem Aroma –, ergänzt um Ingwer und Lorbeerblatt, die dem klassischen Tanqueray-Grundrezept eine warme, exotische Note hinzufügen. Das Grapefruit Tonic wiederum setzt die Chinarinden-Basis von East Imperial mit Extrakten aus rosa Grapefruit und Pomelo fort und positioniert sich damit als das fruchtigste, am wenigsten bittere Mitglied der Range. Zwei ausgeprägte, aber unterschiedliche Zitrusprofile treffen hier also aufeinander – die exotische Rangpur-Limette des Gins und die saftige rosa Grapefruit des Tonics. Die Rangpur-Limette selbst ist botanisch keine echte Limette, sondern eine aus Indien stammende Kreuzung aus Mandarine und Zitrone mit auffällig orangefarbener Schale, die 2006 zunächst für den US-Markt in den Tanqueray eingeführt wurde und 2018 im Rahmen einer internationalen Expansion ein überarbeitetes Flaschendesign erhielt.

Warum diese Kombination funktioniert

Weil sowohl Rangpur-Limette als auch rosa Grapefruit intensive, aber unterschiedlich timbrierte Zitrusnoten sind – die eine eher mandarinig-süßlich, die andere saftig-herb –, ergänzen sie sich zu einem vielschichtigeren Zitrusbild, als es eine einzelne Frucht liefern könnte. Die Ingwer- und Lorbeerwürze des Rangpur bringt zusätzliche Tiefe ein und verhindert, dass die Kombination in reiner Fruchtigkeit verharrt. Allerdings bringen weder der mit 41,3 % vol. vergleichsweise mild abgefüllte Rangpur noch das ohnehin schon zurückhaltend bittere Grapefruit Tonic viel Gegenbitterkeit mit – beide Produkte sind konzeptionell auf Frucht statt auf Chinin-Struktur ausgelegt. Das ergibt zwar ein angenehm zugängliches, aber auch ein spürbar süßeres, weniger trockenes Ergebnis als etwa bei einer Kombination mit einem kräftigeren, bittereren Tonic – ein Kompromiss, der zur fruchtig-zugänglichen Ausrichtung des Rangpur zwar passt, aber keine maximale Frische bietet.

Verkostung der Kombination

In der Nase verbinden sich die exotisch-süßliche Rangpur-Limette und die saftige rosa Grapefruit zu einem dichten, aber klar fruchtbetonten Bouquet, ergänzt um eine warme Ingwernote. Am Gaumen zeigt sich der Drink saftig und rund, mit spürbarer Süße aus beiden Zutaten, während eine moderate Säure und eine eher zurückhaltende Bitterkeit für Balance sorgen. Die Lorbeerwürze des Gins tritt im Hintergrund als leiser, wärmender Akzent hervor, der die Fruchtfülle etwas erdet. Der Abgang ist mittellang, fruchtig-würzig, mit einem letzten Hauch Ingwer und Grapefruitschale, bleibt insgesamt aber deutlich weicher und süßer als klassische, chininbetonte Gin-&-Tonic-Kombinationen.

Serviervorschlag

Serviert im großen Ballonglas mit reichlich Eis im Verhältnis von etwa 1:3 (Gin zu Tonic) bleibt die fruchtige Süße gut im Rahmen. Eine Scheibe rosa Grapefruit als Garnitur unterstreicht die Fruchtseite des Tonics zusätzlich, während eine dünne Limettenscheibe die exotische Rangpur-Note des Gins hervorhebt. Wer eine trockenere Variante bevorzugt, kann das Verhältnis leicht zugunsten des Tonics verschieben oder einen Spritzer Sodawasser ergänzen, um die Süße etwas zu verdünnen, ohne die grundsätzliche Fruchtcharakteristik zu verlieren.

Auch die etwas niedrigere Abfüllstärke des Rangpur von 41,3 % vol. gegenüber der Exportstärke des klassischen Tanqueray London Dry Gin trägt zur runden, zugänglichen Wirkung dieser Kombination bei: Der Alkohol tritt weniger in den Vordergrund, wodurch die fruchtige Seite von Rangpur-Limette und Grapefruit noch stärker im Zentrum steht.

Einordnung & Vergleich

Im Vergleich zur bereits bestehenden Kombination des Rangpur mit Fentimans Grapefruit-Tonic fällt diese Paarung mit dem East-Imperial-Tonic weniger süß und dafür etwas herber in der Säure aus, da East Imperial auf Rohrzucker statt stärker raffinierter Süße setzt. Innerhalb der East-Imperial-Grapefruit-Familie reiht sich diese Kombination neben die bereits vorgestellten Paarungen mit Gordon's Premium Pink Gin und dem Four Pillars Rare Dry Gin ein, unterscheidet sich aber durch die zusätzliche Ingwer-Lorbeer-Würze des Rangpur von beiden Vorgängern, die eher auf klassische Wacholder- beziehungsweise Beerennoten setzen.

Auch als Einstieg in die Tanqueray-Markenwelt eignet sich diese Kombination gut: Wer zunächst über die zugänglichere, fruchtig-exotische Rangpur-Variante mit der Marke in Berührung kommt, kann sich von hier aus schrittweise an den puristischeren, deutlich wacholderbetonteren Tanqueray London Dry Gin herantasten, der mit dem kräftigeren Burma Tonic ein gänzlich anderes Geschmackserlebnis bietet als der fruchtige Rangpur mit dem milden Grapefruit Tonic.

Fazit

4/5 Punkte. Eine saftig-fruchtige, komplexe Kombination für alle, die exotische Zitrusnoten und eine gewisse Süße im Gin & Tonic nicht scheuen. Wer dagegen einen trockeneren, bittereren Drink bevorzugt, sollte das Mischverhältnis anpassen oder zu einer bittereren East-Imperial-Variante wie dem Burma Tonic greifen. Für Liebhaber runder, fruchtbetonter Gin-&-Tonic-Profile bleibt diese Paarung dennoch eine der interessantesten Optionen im Rangpur-Portfolio.

Geschmacks-Matrix der Kombination

Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.

Balance3/5
Komplexität4/5
Säure/Frische3/5
Süße4/5