Herstellung & Aromatik des Windspiel Tonic Water
Die Windspiel Manufaktur wurde 2014 von Sandra Wimmeler und Denis Lönnendonker in der Vulkaneifel gegründet und ist vor allem für ihren mehrfach ausgezeichneten Dry Gin bekannt, der aus regional angebauten Eifel-Kartoffeln statt aus dem sonst üblichen Getreidealkohol destilliert wird. Produziert wird in Dreis-Brück, Rheinland-Pfalz, wo die Manufaktur konsequent auf Eigenproduktion setzt – vom Grundalkohol bis zur Abfüllung. Neben Gin, Wodka und Rum hat Windspiel sein Sortiment inzwischen auch um ein eigenes Tonic Water erweitert, das die Marke passgenau zu ihrem Flaggschiff-Gin positioniert.
Für das Tonic Water setzt Windspiel auf natürliches Mineralwasser aus den Quellen der Vulkaneifel – derselben vulkanisch geprägten Region, deren Böden auch die Kartoffeln für den Grundalkohol des Gins liefern. Ergänzt wird das Wasser um Zucker, Kohlensäure, Citronensäure als Säuerungsmittel sowie natürliches Aroma und Chinin-Aroma – eine schlanke, klassische Rezeptur ohne aufwendige Zusatzaromen. Auffällig ist die Verpackung: Statt der bei Premium-Tonics sonst fast durchgängig üblichen Glasflasche setzt Windspiel auf die 0,2-Liter-Dose, was Gewicht und CO2-Fußabdruck beim Transport reduziert und zur ohnehin nachhaltigkeitsorientierten Ausrichtung der Manufaktur passt.
Mit dem eigenen Tonic Water reiht sich Windspiel in eine wachsende Zahl deutscher Gin-Manufakturen ein, die ihr Sortiment gezielt um einen passenden Tonic-Partner ergänzen, statt sich allein auf Fremdmarken zu verlassen. Für ein Unternehmen, das bereits beim Grundalkohol seines Gins konsequent auf regionale, komplett selbst kontrollierte Herstellung setzt, ist der Schritt zu einem eigenen, aus regionalem Quellwasser hergestellten Tonic Water eine konsequente Fortsetzung dieser Philosophie – auch wenn das Tonic selbst, anders als der Gin, keine für die Region ungewöhnliche Rohstoffbasis verwendet.
Auch bei der Energieversorgung der Produktion setzt die Manufaktur auf Nachhaltigkeit: Ein Teil des Energiebedarfs wird über Solarenergie gedeckt, und auch bei den Verpackungsmaterialien achtet Windspiel bewusst auf Recyclingfähigkeit. Diese Ausrichtung hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren zudem dazu bewogen, sein Tonic-Sortiment behutsam zu erweitern – unter anderem um eine mit Hanf aromatisierte Variante, die neben dem hier vorgestellten klassischen Tonic Water im Sortiment steht. Ergänzt wird das alkoholische Kernsortiment inzwischen außerdem um die Linie Windspiel Alkoholfrei, alkoholfreie Botanical-Destillate aus derselben Manufaktur, für die das hauseigene Tonic Water ebenfalls als naheliegender Partner dient.
Geschmacksprofil
In der Nase zeigt sich eine spritzig-leichte Bitterkeit mit einem deutlichen Hauch Zitrone. Am Gaumen ist das Windspiel Tonic Water angenehm zugänglich und wenig aufdringlich: Die Chinin-Bitterkeit hält sich zurück und wird von einer floral-zitrischen Frische begleitet, die dem Tonic eine leichte, unkomplizierte Note verleiht. Der Abgang ist kurz bis mittellang, spritzig-frisch mit einem dezenten bitteren Nachklang.
Serviert wird das Tonic am besten in einem großen Glas mit viel Eis und einer Zitronen- oder Limettenscheibe, die die im Tonic bereits angelegte Zitrusnote zusätzlich unterstreicht. Da das Tonic selbst vergleichsweise zurückhaltend bleibt, eignet es sich gut als neutrale Basis, die dem jeweiligen Gin viel Raum zur eigenen Entfaltung lässt.
Informationen zum Windspiel Tonic Water
Herkunft: Deutschland (Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz)
Zutaten: Natürliches Mineralwasser, Zucker, Kohlensäure, Citronensäure, natürliches Aroma, Chinin-Aroma
Hersteller: Windspiel Manufaktur GmbH
Gin & Windspiel Tonic: Empfehlungen
- Mit Windspiel Dry Gin: Die naheliegendste Kombination: Der hauseigene, wacholderstarke Kartoffel-Gin und das ebenfalls aus Vulkaneifel-Quellwasser hergestellte Tonic stammen aus derselben Region und ergänzen sich zu einem stimmigen, komplett regional aus einer Hand kommenden Gin & Tonic.
- Mit Siegfried Rheinland Dry Gin: Ein weiterer wacholderbetonter Gin aus Rheinland-Pfalz, der von der zurückhaltenden, wenig überladenen Machart des Windspiel-Tonics profitiert.
- Mit Ferdinand's Saar Dry Gin: Der elegante Riesling-Gin von der Saar trifft auf ein ebenso unaufdringliches, regional geprägtes deutsches Tonic – eine Kombination, die ganz auf heimische Produktion setzt.
Im Vergleich zu größeren Craft-Marken wie Thomas Henry oder Fever-Tree ist das Windspiel Tonic Water geschmacklich weniger markant und eigenständig, punktet dafür aber mit seiner konsequenten Regionalität: Wasser aus der Vulkaneifel, komplette deutsche Produktion und eine bewusst nachhaltige, dosenbasierte Verpackung. Für Trinker, denen die Herkunft ihrer Zutaten ebenso wichtig ist wie beim Gin selbst, ist das hauseigene Tonic damit die konsequente Ergänzung zum Windspiel-Sortiment.
Auch als eigenständiges Erfrischungsgetränk funktioniert das Tonic gut, etwa pur mit Eis und einer Zitrusscheibe an warmen Tagen. Wer die Windspiel-Manufaktur insgesamt kennenlernen möchte, findet neben Gin und Tonic inzwischen auch Wodka und Rum aus derselben Eifel-Kartoffelbasis im Sortiment – ein Hinweis darauf, wie konsequent das Unternehmen sein Konzept der regionalen Komplettproduktion über den Gin hinaus weiterentwickelt hat.
Aromenprofil
Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.
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