Gin

Strykk Not Gin

3,5/5 Redaktionsbewertung
0 % vol.Großbritannien
GinAlkoholfreier Gin
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Herstellung des Strykk Not Gin:

Strykk Not Gin wurde 2018 vom britischen Unternehmer Alex Carlton über seine Firma Elegantly Spirited auf den Markt gebracht. Carlton war zuvor bereits als Gründer der Cocktail-Zutatenmarke Funkin bekannt geworden und brachte damit einschlägige Branchenerfahrung im Umgang mit aromaintensiven, nicht-alkoholischen Zutaten in das neue Projekt ein. Die Marke tritt im Handel je nach Markt sowohl als „Strykk" als auch in der Schreibweise „Stryyk" (mit doppeltem Y) auf, wobei beide Schreibweisen dasselbe Produkt bezeichnen. Bereits zum Marktstart umfasste das Sortiment neben Not Gin auch eine dunkle Spirituosen-Alternative namens Not Rum mit Nelke, Eichenholz und Grapefruit, was zeigt, dass Carlton von Beginn an eine ganze Produktfamilie alkoholfreier Spirituosen-Alternativen im Sinn hatte statt eines einzelnen Nischenprodukts. Vertrieben wurde Strykk unter anderem über den britischen Getränke-Großhändler Matthew Clark, was der Marke schon früh Zugang zum Gastronomie- und On-Trade-Markt in Großbritannien verschaffte. Da eine Spirituose laut EU-Recht mindestens 37,5 % vol. Alkohol enthalten muss, um sich „Gin" nennen zu dürfen, trägt das Produkt bewusst den Namen „Not Gin" – eine explizite Klarstellung, dass es sich um eine alkoholfreie Alternative handelt, auch wenn im Handel und in der öffentlichen Wahrnehmung häufig weiterhin von „alkoholfreiem Gin" gesprochen wird.

Strykk bewirbt Not Gin ausdrücklich damit, mit Botanicals destilliert zu werden, die den Geschmack eines klassischen London Dry Gin nachbilden sollen, statt – wie einige Wettbewerber – eine bewusst eigenständige, vom Gin-Archetyp losgelöste Aromatik zu entwickeln. Zu den zentralen Botanicals zählen Wacholder, Rosmarin und Basilikum, eine Kombination, die einerseits die klassische Nadelholznote liefert, andererseits durch die mediterran anmutende Basilikum-Note eine zusätzliche krautig-süße Facette einbringt, die in klassischen Gin-Rezepturen eher selten vorkommt. Zum genauen Destillations- beziehungsweise Extraktionsverfahren veröffentlicht Strykk vergleichsweise wenige technische Details, weshalb sich Details zur genauen Herstellungstechnik am ehesten den offiziellen Zutatenangaben auf der Flasche entnehmen lassen.

Verkostung des Strykk Not Gin:

In der Nase präsentiert sich Not Gin deutlich wacholderbetont, mit einer klaren Nadelholznote, die von einer angenehm krautigen Rosmarinaromatik begleitet wird. Die Zugabe von Basilikum sorgt für eine leicht süßlich-grüne Facette, die dem Aroma zusätzliche Komplexität verleiht, ohne die Wacholdernote in den Hintergrund zu drängen. Am Gaumen zeigt sich das Destillat vergleichsweise kräftig und harzig, mit einer soliden Nadelholzpräsenz und einer krautig-würzigen Mitte, während Zitrusnoten eher zurückhaltend eingesetzt werden und primär der Auffrischung dienen. Im Vergleich zu stärker fruchtig ausgerichteten Alternativen bleibt Not Gin damit bewusst nah an einem trocken-krautigen, klassischen Gin-Stil. Im Abgang dominiert die Kombination aus Wacholder und Kräuternoten, mit einem mittellangen, leicht harzigen Nachklang, der Not Gin unter den alkoholfreien Alternativen zu einer vergleichsweise klassisch-geradlinigen Option macht.

Steckbrief Strykk Not Gin:

Alkoholgehalt: 0,0 % vol.
Verwendete Botanicals: Wacholder, Rosmarin, Basilikum und weitere Botanicals
Hersteller: Strykk (Elegantly Spirited), Großbritannien

Herstellung im Detail: Von der Cocktail-Zutat zur Spirituosen-Alternative

Bemerkenswert an der Entstehungsgeschichte von Strykk ist der berufliche Hintergrund seines Gründers: Alex Carlton hatte mit Funkin bereits vor der Gründung von Strykk ein Unternehmen aufgebaut, das sich auf Fruchtpürees und Cocktail-Zutaten für die Gastronomie spezialisiert hatte. Dieses Fachwissen über die technische Aufbereitung intensiver Aromen dürfte maßgeblich in die Entwicklung von Not Gin eingeflossen sein, insbesondere im Hinblick darauf, wie sich komplexe botanische Aromen auch ohne eine alkoholische Trägerflüssigkeit stabil und geschmacklich überzeugend abbilden lassen. Carlton positionierte Strykk von Anfang an gezielt für eine jüngere Zielgruppe zwischen 18 und 35 Jahren, die bewusst reduzierten oder alkoholfreien Konsum bevorzugt, ohne dabei auf das gewohnte Geschmackserlebnis oder das gesellige Ritual des gemeinsamen Trinkens verzichten zu wollen. Diese klare Zielgruppenausrichtung unterscheidet Strykk von Marken, die sich primär an ein älteres, klassisches Gin-Publikum richten.

Verwendung des Strykk Not Gin

  • Alkoholfreier Gin & Tonic: Zum kräftig-wacholderbetonten Profil passt ein klassisches Tonic wie Schweppes Indian Tonic Water oder Goldberg & Sons Tonic Water, das die Nadelholznote unterstützt, ohne sie zu übertönen.
  • Klassische Longdrinks: Dank der kräftigen Aromatik eignet sich Not Gin auch als Basis für alkoholfreie Varianten klassischer Gin-Cocktails wie einem Gimlet oder einem Martini-Mocktail mit Oliven.

Im direkten Vergleich zu Marken wie CleanCo Clean G, die ebenfalls ein klassisches London-Dry-Profil anstreben, setzt Strykk mit der zusätzlichen Basilikum-Note einen eigenen, leicht mediterran anmutenden Akzent, bleibt aber insgesamt näher am traditionellen Gin-Archetyp als botanisch eigenständigere Produkte wie Seedlip. Als eine der frühesten Marken im Segment alkoholfreier Spirituosen-Alternativen hat Strykk maßgeblich zur Etablierung der gesamten Kategorie beigetragen, muss sich inzwischen aber gegen eine deutlich gewachsene Konkurrenz aus etablierten Gin-Marken und spezialisierten Newcomern behaupten.

Aromenprofil

Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.

Wacholder4/5
Zitrus2/5
Kräuter/Blumig4/5
Würze2/5

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