Herstellung des Quarantini Black Gin:
Quarantini Black Gin ist eine Erweiterung des ursprünglichen Quarantini-Sortiments der in Frankfurt am Main ansässigen Social Distillery GmbH, die die Marke im April 2020 mitten im ersten Corona-Lockdown gründete, um Gastronomie und Einzelhandel in der Krise zu unterstützen. Nachdem der klassische Quarantini Social Dry Gin als wacholderbasierte Grundrezeptur etabliert war, erweiterte das Unternehmen sein Portfolio um mehrere Sondereditionen – darunter Red Gin, Mango Gin und eben Black Gin, der sich durch seine tiefschwarze Farbe optisch am deutlichsten von den übrigen Varianten abhebt.
Der Gin wird mit 42 % vol. abgefüllt und in 500-ml-Flaschen angeboten. Namensgebend und geschmacksprägend sind Papaya, Bergamotte und Pomeranze, ergänzt um ein von Social Distillery als "geheimes Botanical" bezeichnetes, natürliches Zutat, das dem Gin gleichzeitig seine charakteristische schwarze Farbe verleiht – ausdrücklich ohne künstliche Farbstoffe, wie der Hersteller betont. Wie schon beim Dry Gin bleibt auch beim Black Gin das soziale Geschäftsmodell fester Bestandteil der Markenidentität: In Kooperation mit der Organisation Viva con Agua versorgt Social Distillery pro verkaufter Flasche einen Menschen in Uganda ein Jahr lang mit sauberem Trinkwasser – ein Ansatz, der die Marke deutlich von klassischen Craft-Gin-Herstellern unterscheidet, die sich in erster Linie über Herkunft oder Destillationsverfahren positionieren.
Verkostung des Quarantini Black Gin:
In der Nase zeigt sich der Black Gin ähnlich fruchtig-einladend wie sein Dry-Gin-Pendant: Bergamotte und Pomeranze treten deutlich hervor, begleitet von der süßlich-exotischen Papayanote, während Wacholder nur als leises Fundament im Hintergrund mitschwingt. Am Gaumen setzt sich das fruchtig-zitrische Profil fort, wobei das geheime, farbgebende Botanical eine feine, schwer greifbare zusätzliche Facette beisteuert, die dem Gin eine gewisse geheimnisvolle Note verleiht, ohne die fruchtige Grundstruktur zu verändern. Die Bitterorange bringt eine leicht herbe Kante mit, die den süßeren Papaya- und Bergamotte-Ton ausbalanciert. Im Abgang bleibt vor allem die Zitrusfrucht in Erinnerung, unterlegt von einem sehr sanften, kurz anhaltenden Wacholderhauch – geschmacklich bewegt sich der Black Gin damit nah am bekannten Quarantini-Profil, die eigentliche Überraschung liefert die Optik im Glas.
Steckbrief Quarantini Black Gin:
Alkoholgehalt: 42 % vol.
Verwendete Botanicals: Wacholder, Papaya, Bergamotte, Pomeranze sowie ein geheimes, natürlich farbgebendes Botanical
Hersteller: Social Distillery GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland
Schwarz durch ein Botanical: Wie die Farbe zustande kommt
Schwarz gefärbte Gins sind ein wiederkehrendes Nischenphänomen im Craft-Spirituosenmarkt, meist erzeugt entweder durch Aktivkohle-Filtration mit anschließender Klärung durch Tonic-Zusatz (der bekannte "Farbwechsel-Effekt") oder durch pflanzliche Farbstoffe, die dem fertigen Destillat zugesetzt werden. Social Distillery bleibt bei der genauen Rezeptur ihres Verfahrens bewusst zurückhaltend und spricht lediglich von einem "geheimen Botanical" mit farbgebender Wirkung, betont dabei aber ausdrücklich den rein natürlichen Ursprung der Färbung. Für die Marke ist dieser Überraschungseffekt vor allem ein zusätzliches Verkaufsargument innerhalb einer ohnehin auf Community und Aufmerksamkeit ausgelegten Markenstrategie: Die tiefschwarze Farbe im Glas eignet sich gut für Fotos und Social-Media-Content, was zur insgesamt jungen, digital-affinen Zielgruppe der Marke passt. Geschmacklich bleibt der Gin dabei bewusst nah an der bewährten, fruchtig-zugänglichen Quarantini-Rezeptur, statt das Aroma radikal zu verändern – ein vorsichtiger, auf Wiedererkennbarkeit bedachter Ansatz für eine Sondervariante.
Verwendung des Quarantini Black Gin
- Gin & Tonic: Die fruchtig-zitrische Basis harmoniert gut mit einem klassischen Tonic wie Fever-Tree Premium Indian Tonic Water, das Bergamotte und Pomeranze zur Geltung bringt, ohne den optischen Kontrast der schwarzen Flüssigkeit zu stören.
- Cocktail-Idee: Für einen optisch auffälligen Drink eignet sich der Black Gin auch gut in einem klaren Tom Collins, bei dem die schwarze Farbe im hohen Glas besonders zur Geltung kommt.
Quarantini Black Gin richtet sich an alle, die den bekannten Quarantini-Geschmack mögen, aber zusätzlich einen optischen Überraschungseffekt für Partys oder Fotos suchen, sowie an Käufer, denen das soziale Engagement der Marke wichtig ist. Im direkten Vergleich zum ursprünglichen Quarantini Social Dry Gin unterscheidet sich der Black Gin geschmacklich kaum – beide teilen dieselbe fruchtig-milde Grundausrichtung –, punktet dafür aber mit einem deutlich auffälligeren Erscheinungsbild im Glas.
Für den Direktvertrieb setzt Social Distillery, wie schon beim Dry Gin, konsequent auf den eigenen Onlineshop und eine aktive Community rund um Social-Media-Kanäle statt primär auf den klassischen Fachhandel. Das erklärt auch, warum der Black Gin verhältnismäßig schnell nach dem Erfolg der Ursprungsvariante nachgezogen wurde: Sondereditionen mit hohem Wiedererkennungswert lassen sich innerhalb einer bestehenden, engagierten Käuferschaft deutlich schneller platzieren als bei einer klassischen Neueinführung über den stationären Handel. Wer die gesamte Produktfamilie kennenlernen möchte, findet neben Dry und Black inzwischen auch Red-, Mango- und alkoholfreie Varianten unter dem Namen "Virgin" im Sortiment der Marke.
Aromenprofil
Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.
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