Herstellung des The Duke Munich Dry Gin:
Der The Duke Munich Dry Gin wird seit 2008 von der THE DUKE Destillerie in Aschheim bei München hergestellt, die als eine der Pionierdestillerien des deutschen Craft-Gin-Booms gilt und ihren Namen Heinrich dem Löwen, dem Herzog von Bayern und Gründer Münchens, verdankt. In den hauseigenen, teils handgefertigten Kupferbrennblasen werden die Botanicals klassisch mazeriert und anschließend doppelt destilliert, bevor der Brand zweifach filtriert und mit Wasser auf Trinkstärke „vermählt" wird. Als Basis dient ein Weizendestillat, die verwendeten Botanicals stammen größtenteils aus kontrolliert biologischem Anbau – der Munich Dry Gin trägt das EU-Bio-Siegel (DE-ÖKO-007). Die eigentliche Besonderheit des The Duke Munich Dry Gin liegt in der bewussten Rückbesinnung auf die Münchner Braukultur: Hopfenblüten und Malz ergänzen das klassische Gin-Botanical-Set und verleihen dem Destillat eine unverwechselbar bayerische Handschrift. 2021 wurde der Munich Dry Gin mit einer Silbermedaille bei der International Wine and Spirit Competition (IWSC) ausgezeichnet. Seit 2017 ergänzen mit dem Rough Gin und dem Wanderlust Gin zwei weitere Abfüllungen das Portfolio der Destillerie, seit Mai 2021 produziert THE DUKE zudem ein eigenes Tonic Water.
Verkostung des The Duke Munich Dry Gin:
In der Nase präsentiert sich der The Duke Munich Dry Gin frisch und zurückhaltend wacholderbetont, begleitet von zarten Zitrusnoten. Am Gaumen zeigt sich ein weiches, rundes Mundgefühl mit dezenter Zitrusfrucht, sanftem Wacholder sowie feinen Gewürz- und Lavendelanklängen. Im Abgang treten dann die beiden Signatur-Botanicals Hopfen und Malz in den Vordergrund und sorgen für einen langen, leicht malzig-würzigen Nachhall, der den The Duke Munich Dry Gin deutlich von klassischen London Dry Gins unterscheidet.
Steckbrief The Duke Munich Dry Gin:
Alkoholgehalt: 45 % vol.
Verwendete Botanicals: Wacholder, Koriander, Zitronenschale, Angelikawurzel, Lavendelblüten, Ingwerwurzel, Orangenblüten, Kubebenpfeffer, Malz, Hopfenblüten, Zimt (13 Botanicals insgesamt)
Hersteller: THE DUKE Destillerie, Aschheim bei München
Herstellung im Detail: Hopfen und Malz als bayerische Signatur
Dass ein Gin mit Hopfenblüten und Malz arbeitet, ist außerhalb Bayerns eine Seltenheit – für THE DUKE war genau diese Verbindung von Anfang an Programm. Hopfen bringt eine feine, leicht bittere und blumige Note in den Gin, wie man sie auch aus gut gehopften Bieren kennt, während Malz für eine subtile, brotig-süßliche Rundung sorgt, die dem Destillat mehr Körper verleiht. Beide Zutaten werden gemeinsam mit den übrigen elf Botanicals mazeriert und in den hauseigenen Kupferbrennblasen zweifach destilliert, bevor der fertige Brand doppelt filtriert wird, um Trübungen zu vermeiden. Diese Kombination aus internationalem Gin-Handwerk und bayerischer Braukultur positioniert THE DUKE bewusst als regional verwurzelte Alternative zu den zahlreichen deutschen Gins, die stärker auf Wein- oder Fruchtaromen setzen.
Verwendung des The Duke Munich Dry Gin
- Gin & Tonic: Der The Duke Munich Dry Gin harmoniert besonders gut mit einem milden, leicht süßlichen Tonic Water wie dem hauseigenen Duke Tonic Water oder dem Fever-Tree Mediterranean Tonic Water, da dieses die malzig-hopfigen Noten unterstreicht, ohne den zurückhaltenden Wacholder zu überdecken. Als Garnitur passen eine Zitronenzeste und ein Zweig Rosmarin hervorragend.
- Dry Martini: Durch sein weiches, rundes Profil eignet sich der The Duke Munich Dry Gin auch für einen klassischen Dry Martini, in dem die feinen Gewürz- und Lavendelnoten schön zur Geltung kommen.
Der The Duke Munich Dry Gin richtet sich an Genießer, die einen milden, zugänglichen Gin mit einer klar erkennbaren regionalen Identität suchen, statt auf internationale Botanical-Vielfalt zu setzen. Im Vergleich zu einem ebenfalls wacholderzurückhaltenden deutschen Gin wie dem Ferdinand's Saar Dry Gin, der seine Eigenständigkeit aus einer Riesling-Assemblage bezieht, setzt THE DUKE auf die Münchner Braukultur als Alleinstellungsmerkmal – zwei unterschiedliche, aber gleichermaßen konsequente Wege, wie deutsche Gin-Marken ihre Herkunft in der Flasche erzählen können.
Als eine der ersten deutschen Craft-Gin-Destillerien überhaupt hat THE DUKE in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass sich München neben Berlin und dem Rheinland als eigenständiger Standort der deutschen Gin-Szene etablieren konnte. Die Destillerie in Aschheim bietet mittlerweile auch Führungen, Verkostungen und Gin-Kurse an, bei denen Besucher den Herstellungsprozess vom Mazerieren bis zur Destillation hautnah miterleben können – ein Angebot, das viele kleinere deutsche Gin-Manufakturen in dieser Form nicht haben. Diese Offenheit gegenüber Publikum und Interessierten passt zum Selbstverständnis der Marke, sich bewusst nicht als abgehobenes Premiumprodukt, sondern als zugängliches, bodenständiges bayerisches Handwerksprojekt zu positionieren.
Wer nach dem Munich Dry Gin weitere Facetten der Marke entdecken möchte, findet in der mittlerweile deutlich erweiterten Produktpalette mit Rough Gin, Wanderlust Gin sowie eigenem Tonic Water, Vodka und alkoholfreien Spirituosen reichlich Gelegenheit dazu. Für Einsteiger in die deutsche Gin-Szene bleibt der klassische Munich Dry Gin aber nach wie vor der naheliegendste Ausgangspunkt, weil er die charakteristische Hopfen-Malz-Handschrift der Destillerie am unmittelbarsten zeigt. Preislich bewegt sich der Munich Dry Gin im soliden Mittelfeld deutscher New Western Gins – zugänglich, ohne auf die Bio-Qualität der Botanicals zu verzichten.
Einordnung & Alternativen
- Ferdinand's Saar Dry Gin – ebenfalls wacholderzurückhaltend, bezieht seine Eigenständigkeit aber aus einer Riesling-Assemblage statt aus Hopfen und Malz.
- Siegfried Rheinland Dry Gin – weiterer deutscher Craft-Gin, floraler und zitrusbetonter statt malzig-würzig, in ähnlicher Preislage.
- Monkey 47 Dry Gin – deutlich intensiverer, botanicals-reicherer deutscher Gin im Premium-Segment für alle, die mehr Komplexität suchen.
Aromenprofil
Redaktionelle Einschätzung aus der Verkostung — keine Messdaten, sondern unsere Einordnung im Vergleich zu anderen Flaschen dieser Kategorie.
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